LEIB PSYCHE SEELE

Leib Psyche und Seele

Psychosomatik

Jahrelange internistische Erfahrungen, mit nachfolgender psychosomatischer Tätigkeit, haben mir eine Möglichkeit gegeben, das eine, das körperlich Bedingte vom anderen, dem seelisch Bedingten, zu unterscheiden. Im Einzelfall ist das leichter bewerkstelligt, als in einer Zusammenfassung wie hier, zu beschreiben. Jedes Körpersignal (Empfindungsstörung) oder Körpersymptom und jede manifeste Erkrankung (organisch nachgewiesen), sind immer mehrdimensional zu verstehen.

Es gibt eine organische Erklärung (Bakterien-Viren-Immunschwäche) und eine Erklärung, die mit dem Verhalten zu tun hat. Psychosomatik ist der Versuch, jenseits eines nichtvorhandenen Organbefundes, oder nach Ausschluss eines Organbefundes nach psychischen Ursachen zu forschen. Leider kommen die Menschen heute erst nach einer Unmenge unsinniger Untersuchungen zum Psychosomatiker, der streng vom Psychiater zu trennen ist.

Psychosomatik ist somit ein eigenständiges Fach. Meistens handelt es sich um Haltungsfehler im weitesten Sinne, um Fehlverhalten im weitesten Sinne des Wortes oder Reflexionen (Spiegelungen) der Psyche in den Körper.

Wenn die Seele die Sprache verliert, fängt der Körper an zu sprechen Mit anderen Worten: Was psychisch nicht verarbeitet wird, wird dem Körper eingefleischt. Lass lieber deine Muster und Gedanken sterben, statt selbst zu sterben. Diese Zusammenhänge sind sehr komplex, weil Körper und Geist letztendlich eine Einheit sind und so wie in der Psychosomatik sicher nicht zu trennen sind.

Erwähnenswert sind auch die vielen emotional und affektiv besetzten Inhalte, die verdrängt wurden. Bei den nicht ausgedrückten Emotionen und Affekten (nicht gefühlt oder nicht erlaubt), kommt es dann zu einer sogenannten biologischen Frustration, da der Ausdruck dieser Emotionen und Affekte biopsychobiophysisch, stereotypisch gebahnt ist (deswegen verstehen wir ja alle den emotionalen Ausdruck des anderen).

Diese unterbrochene Expressivität führt zur mangelnden Abfuhr der Energien und staut sich an. Es kommt zu einem Stau in der Haltemuskulatur, erlebt als gerädert sein oder in den Organen über hormonelle und vor allem psychovegetative Mechanismen.

Nicht umsonst haben die sogenannten primitiven Kulturen entsprechende Rituale (Tänze u.s.w.) und Räume, in denen die angestauten Affekte und Emotionen ausgelebt werden können. Das fehlt in unserer Zivilisation (eventuell gibt es deswegen keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen).

Ein Amokläufer ist somit auch nichts anderes, wie einer oder eine, der/m die Emotionen und Affekte nach jahrelangem Stau durchgehen (Er war immer so nett und höflich). Somit ist oft das Erlernen entsprechender Techniken des emotionalen Ausdrucks, eine sehr notwendige Maßnahme zur Milderung psychosomatischer Beschwerden. In der von mir angewandten Psychosomatik werden wir immer versuchen den Grund für die Beschwerden oder schmerzhaften Empfindungsstörungen zu finden, um dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, diese, von Grund auf zu heilen. Das kann sicher auch manchmal bedeuten, sich und seinem Leben einen neuen Sinn und eine neue Richtung zu geben.

Erfahrungsgemäß signalisiert der Körper schon längst das, was wir nicht wahr haben wollen, weil wir z. B. Angst vor den Veränderungen haben, oder die Botschaften nicht unserem ICH-Ideal oder Ich-Wunsch entsprechen

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Hier bedarf es behutsamer Aufklärung und Begleitung.

Dr. Christian Borck Leintobelweg 13 88175 Scheidegg-Lindenau Tel. 08387 / 993852