PHILSOSPHIE & SPIRITUALITÄT

Menschenbild

Ich gehe davon aus, dass Menschsein das höchste Gut ist, das wir anstreben sollten.

Dieses Bild des Menschen ist durch meine Erfahrung mit denjenigen, denen es gelungen ist und der Erfahrung mit denjenigen, denen es nicht gelungen ist, beeinflusst. Mensch sein, wie ich es meine, ist ein ganz individuelles Phänomen und hat mit dem Wesentlichen, das in jedem eingefleischt ist, zu tun. Menschsein vollzieht und entwickelt sich aber im Spiegel der Mitmenschen und beweist sich hier auch.

Die Bewährungsprobe ist das Sozialfeld und der Spiegel im konkreten, intimen Mitmenschen. Die Existenz der Spiegelneuronen sind ein Beweis dafür, wie wichtig wir für füreinander sind. Ein Beweis dafür, dass wir uns nur im anderen erkennen können ( Das Wort, das dir hilft, kannst du dir selbst nicht sagen.). Das Rüstzeug für diese mitmenschliche Fähigkeit erlernen wir mehr oder auch oder vor allem weniger in der Kindheit. In den Menschen unseres Lebens, vor allem in den uns nahen und intimen, bekommen wir immer wieder einen Spiegel vorgesetzt, der uns letztendlich helfen soll, uns im Wesentlichen zu entdecken. Das gesamte therapeutische Know how, meines Ansatzes ist darauf ausgerichtet, solch ein Spiegel zu sein. Schließlich sind wir alle unterwegs. Dabei ist mir Augenhöhe mit allen Wesen wichtig, weil nur so der wirkliche Austausch möglich ist. Egal, welchen sozialen Status mein Gegenüber hat und egal, welche Lerngeschichte mein Gegenüber hat. Dabei gehe ich davon aus, dass wir alle nach dem Glück streben. Neurobiologisch-hohe Aktivität der Glückshormone und glückserzeugende Schaltkreise im Gehirn ( Dopamin; Oxytocin und Opoidsysteme ), auch Motivationssysteme genannt.

Diese sind vor allem unter folgenden Bedingungen aktiv:

  1. Sehen und gesehen werden.
  2. Gemeinsame Aufmerksamkeit gegenüber etwas Drittem.
  3. Emotionale Resonanz
  4. Gemeinsames Handeln
  5. Wechselseitiges Verstehen von Motivation und Absichten.

Das beweist mir, im Zusammenhang mit den Spiegelneuronen, die uns ein exaktes Abbild des anderen spiegeln, dass Menschsein vorwiegend ein aufeinander Angewiesensein ist. Das beinhaltet bestimmte Gesetzmäßigkeiten und Ordnungen, Rahmenbedingungen, die uns vorgegeben sind, damit die alles treibende Kraft, die Liebe, sich entfalten kann. Manche gehen mit dieser Ordnung um, als wäre es nur eine Meinung. Sie ist uns aber vorgegeben. Sie erschließt sich uns aus der Wirkung (meist Frieden und Gelassenheit). Sie hat ihre Wurzeln nicht in der Moral, sondern in der Ethik.

Darüber hinaus ist mir klar, dass wir Menschen jenseits dieser Grundbedingungen, auch spirituelle Wesen sind, die letztendlich über die eigene Person und die persönlichen Bewährungsproben hinaus, eine transpersonale Sehnsucht haben, die wir über unsere individuelle Vision und die persönliche Lebenssinngebung erahnen können und gewiss werden können.

Dr. Christian Borck Leintobelweg 13 88175 Scheidegg-Lindenau Tel. 08387 / 993852